DIE GELBE   02|2020

Impulse aus der Praxis

 

Mit dieser Reihe von Impulsen aus der Praxis soll der Beweis angetreten werden, wie vielfältig die Realisierungsmöglichkeiten für das in den theoretischen Beiträgen Anklingende sind. Dabei handelt es sich weniger um ›digitale Brocken‹ (etwa in Anlehnung an das Vorläuferformat dieser Zeitschrift), sondern vielmehr um thematisch lose verbundene, aber formal höchst heterogene Praxisbeispiele, die – dem Rahmenthema angemessen – deshalb auch in Form von downloadbaren Modulen vorliegen.

Um diese Praxiselemente möglichst einfach für Ihre eigene Unterrichtspraxis adaptierbar zu machen, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, Ihnen diese nicht im ›fertigen‹ Hochglanzmodus zu präsentieren, sondern als echte Arbeitsdateien im Office-Format bzw. als einfaches PDF.

Simone Birkel und Kathrin Kürzinger: »Ich und mein Selfie«

Um was es geht

Selfies bieten als aktuelles mediales Phänomen eine neue Form der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität: Auf bildlicher Ebene werden diverse Rollen sowie das eigene Ich und insbesondere der eigene Körper nicht selten gendertypisch inszeniert. Auf Selfies tritt das Subjekt – ähnlich wie vor einem Spiegel – sich selbst gegenüber und wird so gleichzeitig sowohl zum Akteur als auch Betrachter der eigenen Identität. Analog zum oftmals kritischen Blick in den Spiegel gibt das Selfie als moderne und jederzeit verfügbare Form des Selbstporträts Anlass, über das eigene Ich nachzudenken sowie darüber, wie man sich selbst sieht und ggf. auch möchte, dass einen andere sehen. 

In einem Kooperationsprojekt der Universität Eichstätt-Ingolstadt und einer 9. Klasse eines Eichstätter Gymnasiums haben Studierende eine Unterrichtseinheit zur Identitätsarbeit mit Selfies entwickelt und mit den Ergebnissen sowohl eine eigene Homepage (https://ich-und-mein-selfie.jimdo.com) konzipiert als auch eine Ausstellung in der KHG Eichstätt kuratiert.

Autorinnen

Dr. Simone Birkel ist Dozentin für Jugend- und Schulpastoral an der Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Simone.Birkel[at]ku.de

Dr. Kathrin S. Kürzinger ist Studienleiterin der Ev. Akademie im Rheinland. kathrin.kuerzinger[at]akademie.ekir.de

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Michael Beisel: »Selfie – Kult und Kultur«

Um was es geht

Die Arbeit am Selbstbild steht entwicklungspsychologisch ganz oben auf der Agenda Jugendlicher. Sie haben mit dem Smartphone dafür ein individuelles high-level-Werkzeug, das seinesgleichen sucht. Selfies - überhaupt das Aufnehmen und Teilen von digitalen Abbildungen – das ist aus sozialen Netzwerken kaum noch wegzudenken. Bekanntlich übt der permanente Anreiz zum Bildermachen ja nicht nur enormen persönlichen Druck aus (mit seelischen Folgewirkungen bis hin zu Ess-Störungen und dem Wunsch nach Schönheits-OPs), sondern stellt jugendliche Mediennutzung andauernd vor ethische Herausforderungen ihrer Online-Kommunikation.

Der Autor

Michael Beisel ist seit 2009 Studienleiter für Medienpädagogik am Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Landeskirche in Baden und religionspädagogischer Referent am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. Nachdem er als Studierendenpfarrer für die ESG Karlsruhe tätig war, hat er mehrere Jahre an zwei Gymnasien Unterricht in Evangelischer Religionslehre erteilt, daneben Psychologie (Kursstufe). Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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Marion Keuchen: »Gott mit dem Smartphone einfangen«

Um was es geht

Jugendliche und junge Erwachsene drücken sich meist leichter durch Bilder als durch Sprache aus. Es ist didaktisch sinnvoll die Bilder und das Verständnis von Gott zum Gegenstand des Religionsunterrichts zu machen, denn sie zeigen, wie Jugendliche ihren eigenen Glauben in Bilder fassen und helfen den Schülerinnen und Schülern dadurch religiöse Sprachkompetenz zu entwickeln.

Der Autor

Marion Keuchen lehrt Evangelische Religionslehre mit dem Schwerpunkt Inklusion an der Uni Paderborn.

Dateien folgen.

Claus Laabs, Armin Hamann, Ulrich Jung: »Actionbound«

Um was es geht

Eigentlich ist »Actionbound« eine Art digitale Schnitzeljagd (entstanden aus dem Geocaching) die von Bewegung und Erkundung von bestimmten Orten lebt. Als Beispiel haben wir einen Bound entwickelt, der wie eine Stationenarbeit funktioniert, aber eine Vielzahl zusätzlicher Möglichkeiten bietet 

Die Autoren

Claus Laabs ist Medienpädagoge in der Evangelischen Medienzentrale Bayern, Armin Hamann und Ulrich Jung sind Referenten im Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn.

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Gerhard Beck: »Religiöse Sinnangebote mit Classtime«

Um was es geht

Classtime, früher bekannt als GoPollock, ist eine Anwendung, mit der das Wissen von Schülerinnen und Schülern überprüft werden kann. Dafür erstellt die Lehrkraft vorher Fragen und Aufgaben. Diese können durch Bilder oder YouTube-Videos ergänzt werden. Wenn man die „Lektion“ startet, können noch Optionen ausgewählt werden. Jeder Lektion wird ein Code zugeordnet, mit dem sich die SchülerInnen einloggen können. Die SchülerInnen und Schüler können, je nach Einstellung, direkt am Eingabegerät ihren Erfolg sehen. Gleichzeitig ist für die Lehrkraft und für die Schüler per Beamer sichtbar, wer bei welcher Frage ist und wie die Ergebnisse insgesamt sind.

Der Autor

Gerhard Beck (Jg. 1980) ist Pfarrer in Neunburg vorm Wald, gerhard.beck[at]elkb.de, blogs.rpi-virtuell.de/digital/

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Gerhard Beck: »Learning Snack zum Thema Bibel«

Um was es geht

Learning Snacks ist ein Selbst-Lernprogramm, das in der Aufmachung einem Chat ähnelt. Die Lehrkraft gibt Texte, Bilder, Videos, URLs in Fragen und Antworten vor. Der Lernweg ist somit sehr kontrolliert. Learning Snacks eignet sich vor allem, um neue Inhalte zu lernen oder bekannte Inhalte zu wiederholen.

Der Autor

Gerhard Beck (Jg. 1980) ist Pfarrer in Neunburg vorm Wald, gerhard.beck[at]elkb.de, blogs.rpi-virtuell.de/digital/

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Gerhard Beck: »Wortwolken zu ›Gott als Begleiter auf dem Lebensweg‹«

Um was es geht

Wortwolken (engl. word clouds) ermöglichen die Schwerpunkte von Texten grafisch sichtbar zu machen. Es gibt sie inzwischen in den verschiedensten Formen und Farben. Allen gemeinsam ist: Worte, die häufiger vorkommen, werden größer beziehungsweise fetter darstellt, Wörter die weniger wichtig sind, kleiner und schmaler.

Der Autor

Gerhard Beck (Jg. 1980) ist Pfarrer in Neunburg vorm Wald, gerhard.beck[at]elkb.de, blogs.rpi-virtuell.de/digital/

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