»Dürer’s next Supertalent«

Ein Abschlussgottesdienst der anderen Art

Die an dieser Stelle herkömmlichen Erläuterungen und einleitenden Gedanken unterbleiben aufgrund der Besonderheit der vorliegenden DSDM, da es sich um einen Entwurf für einen Gottesdienst und nicht für eine Unterrichtsstunde handelt. Selbiges gilt für die später folgenden Abschnitte:

  • Kompetenzerwartungen und daraus abgeleitete Verlaufsvorschläge
  • Inhalte zu den Kompetenzen

In der Beschreibung der einzelnen Phasen des Gottesdienstes werden die einzelnen Überleitungen aus Platzgründen ausgespart. Diese können durch jede Lehrkraft individuell ergänzt werden. Die Lesung erfolgt aus der Basisbibel. Sollte eine andere Bibelausgabe bevorzugt werden, kann diese sehr gern zum Einsatz kommen.  

Der Gottesdienst beschäftigt sich mit einer Rückschau auf das vergangene Schuljahr, reflektiert dessen „Lasten“ und baut aus den in diesen enthaltenen positiven Gegebenheiten ein Fundament für die anstehende Ferienzeit und das kommende Schuljahr.

Nicole Mattner

 

Kompetenzerwartungen und daraus abgeleitete Verlaufsvorschläge

Die Schülerinnen und Schüler können …

... siehe Abschnitt "Begründung"!

 

Inhalte und Kompetenzen ...

... siehe Abschnitt "Begründung"! 

 Soz.formMat.

Ablauf
Glockenläuten
Vorspiel (durch Schülerband)
Begrüßung
Lied zur Einstimmung: Oh happy day!
Anspiel 
Lied zum Anspiel: Meine engen Grenzen
Gebet
Lied zum Gebet: Meine Zeit steht in Deinen Händen
Aktion 1: Durchbrechen der/s Mauer/Steinhaufens
Lesung: Mk 6,6b; 7-13; 30-32
Auslegung
Lied zur Auslegung: Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde
Aktion 2: Umbau der Lasten des vergangenen Schuljahres zu einem Fundament für die Ferien und das kommende Schuljahr
Lied zum Umbau: Lasst uns miteinander
Fürbitten
Vater unser

Segen und Verabschiedung
Lied zum Ausgang: Möge uns die Straße

Optional: Steinaktion: Steine aus grauem Papier warten auf die S und L zur Mitnahme nach Hause.

Nachspiel (durch Schülerband)

 

M1 

Begrüßung

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Schulgemeinschaft,
wir möchten Sie und Euch sehr herzlich zu unserem diesjährigen Schuljahresabschlussgottesdienst begrüßen und möchten uns schon jetzt für die Mithilfe und das Engagement aller Mitwirkenden vielmals bedanken.
So feiern wir diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes, Amen.

Heute ist der 31.07.2024 – ein richtig schöner Tag …


Lied zur Einstimmung: OH Happy Day

LV

M2

Anspiel

Das Lied wird durch einen Schüler an der Textstelle „He taught me how“ wütend unterbrochen:

“Ich bin gar nicht happy! Ich bin völlig fertig. Schaut euch doch mal die Lasten an, die ich in diesem Schuljahr schleppen musste! “

Der S deutet auf die Steine, die nun zu einer Mauer gebaut werden.

Weitere SuS treten hinzu und reflektieren nun über das letzte Schuljahr und tragen dessen Lasten in Form von Steinen zusammen:

„Dieses Schuljahr war wirklich hart.

Wir hatten wenig Freizeit.

Wir mussten viel Lernen.

Wir hatten Stress und Notendruck durch eine Vielzahl an Exen, Kurzarbeiten und Schulaufgaben.

Wir hatten Streit mit unseren Klassenkameraden.

Wir hatten Auseinandersetzungen mit unseren Lehrern.

Wir befanden uns in zu großen Klassen.

Wir bekamen Verweise.

Einige von uns sind durchgefallen.

Wir hatten Probleme in der Familie, Streit oder sogar die Scheidung unserer Eltern.

Wir mussten mit Krankheiten kämpfen.“

Rollenspiel

M3

Gebet

Herr,

ich sehne mich danach, dass mein Leben mehr ist als ein hektischer Ablauf von Stunden, Tagen und Jahren.

Ich sehne mich danach, dass mein Leben mehr ist als ein ungeordneter Haufen von Lastern, Gedanken, Wünschen, Begierden und Erwartungen.

Dass mein Leben mehr ist als eine zufällige Reihe von Handlungen, Taten, Werken und Leiden.

Dass mein Leben mehr ist als ein verworrenes Knäuel von Beziehungen, Sympathie, Miteinander, aber auch von Gegeneinander.

Nach Freiheit für meinen eigenen Weg, nach Zielen, die mich ausfüllen, nach Gelingen und Liebe, danach, Herr, sehne ich mich.

Amen. 

SV

 

M4

Aktion 1: Durchbrechen der Mauer

Zwei SuS durchbrechen die Mauer, so dass die Steine in alle Richtungen wegfliegen. Dabei rufen sie: „Endlich Ferien! Raus aus der Schule! Ich lasse den ganzen Stress hinter mir und fahre jetzt weg! Ich will nichts mehr davon sehen.“
  
Lesung (Mk 6,6b; 7-13; 30-32)SVM5

Auslegung

Diese Geschichte zeigt es: Das Leben ist nicht immer nur einfach, sondern auch beschwerlich und mühsam. Dies gilt nicht nur für uns während eines arbeitsintensiven Schuljahres, sondern auch für die Jünger:

War es Euer Ziel, diese Jahrgangsstufe zu bestehen, war es das Ziel und die Aufgabe der Jünger, die Botschaft Jesu zu predigen und die Menschen zur Buße aufzurufen. Hierbei mussten auch sie mit einigen Lasten zu Recht kommen:

  • Besitzlosigkeit – mit Ausnahme eines Stabes und ihrer Schuhe –,
  • Aushalten von Hunger, kein zuverlässiges Dach über dem Kopf, Unsicherheit in Bezug auf die Reaktion der Menschen ihres Anliegens gegenüber etc.

Nach längerer Wanderung standen auch sie – wie wir heute – am Ende ihrer Reise. Nachdem sie Jesus alles über ihre Erfolge und Misserfolge berichtet hatten, gab jener ihnen noch einen weiteren Auftrag: „Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig.“

Wie soll dieser Auftrag konkret ausgeführt werden?

Die Jünger fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein – wie Ihr vielleicht mit Euren Eltern in den Urlaub fahrt.

Ist dies aber schon genug, um Jesu Befehl wirklich umzusetzen? Meint „ruhen“ wirklich nur einen Ortswechsel, durch den der Mensch für sein tägliches Streben wieder fit gemacht wird?

Beinhaltet Jesu Rat nicht doch eine Art Antistressprogramm für Körper, Geist und Seele?

Die schönste Urlaubsinsel und Hotelanlage sind für den Menschen wertlos, wenn er diesen äußeren Ortswechsel nicht auch in seinem Denken und Handeln vollzieht: Handy, PC, Personal Organizer, ein volles Programm von Freizeitaktivitäten u. Ä. hindern den Menschen, Ruhe für sich und Ruhe vor anderen zu finden, um in sich selbst hinein oder vielleicht sogar Gott zu hören. Der Mensch kann nur eine bestimmte Zeit funktionieren und Beschwerlichkeiten ertragen, ehe er sich entspannen muss. Dies sah Gott ebenso und gab dem Menschen u. a. deshalb auch das dritte Gebot: „Du sollst den Feiertag heiligen.“ Dabei ist es Gott nicht nur wichtig, dass der Mensch in seinem alltäglichen Trubel eine Pause für ihn einlegt, sondern auch für sich: Entscheiden für die erfolgreiche Meisterung des „Gottesdienstes“, des Schulalltags, aber auch der Ferienzeit ist ein angemessener Wechsel von Spannung und Entspannung, um nicht nach den Ferien das neue 

Schuljahr gestresster zu beginnen, als das vergangene – man blicke auf die Steine zurück – beendet wurde.

Der Hl. Franz von Sales äußerte sich dahingehend wie folgt: „Besinnt Euch über den Sonntag hinaus eine halbe Stunde und horcht auf Gott. – Außer“, so sagte er dann, „außer Sie haben sehr viel zu tun, dann ist nicht eine halbe, sondern eine ganze Stunde notwendig.“

Besinnt man sich und ist man ausgeruht, verändert sich auch die Wahrnehmung des vergangenen Schuljahres: Man sieht nicht nur die harten, scharfkantigen Steine, über die man vielleicht gestolpert ist, nicht nur die Beschwerlichkeiten, die sie mit sich brachten, sondern auch die guten Erfahrungen, die durch sie geschenkt wurden. Man braucht eben nur den richtigen Blickwinkel, um jene Lasten zu einem Fundament für die Ferien bzw. für das neue Schuljahr werden zu lassen.

Jetzt ist die Zeit/Stunde, diesen Perspektivenwechsel vorzunehmen.

LVM6

Aktion 2: Umbau der Lasten zu einem Fundament für die Ferien und das neue Schuljahr

Positives aus dem letzten Schuljahr, das sich in den Lasten des letzten Schuljahres erkennen lässt, wird durch verschiedene SuS benannt, die aus den Steinen eine Treppe bauen:

  • Die wenige Freizeit war uns noch mehr wert. Wir konnten uns auf das Wesentliche konzentrieren.
  • Wir haben dieses Schuljahr viel dazugelernt und unsere Mühen wurden auch mit der Erreichung des Klassenzieles belohnt.
  • Durch die großen Klassen haben wir mehr Freunde gewonnen und gelernt, Kompromisse zu schließen.
  • Wir konnten in den Auseinandersetzungen unsere Grenzen austesten.
  • In schwierigen Situationen – wie Problemen in der Familie oder in der Schule – haben wir Verständnis und Beistand von unseren Mitschülern erfahren.
 
  

Fürbitten und Vater unser

Fürbitten

1. Herr, wir bitten dich für unsere Mitschülerinnen und Mitschüler: Lasse sie die kommenden Wochen gut übersetzen und im Herbst einen schönen Schulanfang haben.

Wir bitten dich: Herr, erhöre uns!

2. Herr, wir bitten dich für unsere Eltern: Lasse auch sie erholsame Ferien haben und neue Kraft schöpfen, um auch im nächsten Schuljahr viel Geduld mit uns zu haben.

Wir bitten dich: Herr, erhöre uns!

3. Herr, wir bitten dich für unser Lehrerinnen und Lehrer: Schenke ihnen eine angenehme Auszeit, so dass sie mit viel

Motivation und Engagement das neue Schuljahr bestreiten können.

Wir bitten dich: Herr, erhöre uns!  

4. Herr, wir bitten dich für unsere Schulgemeinschaft: Lasse sie im nächsten Schuljahr gut miteinander umgehen und neben Verständnis für einander auch viel Spaß miteinander haben.

Wir bitten dich: Herr, erhöre uns!

5. Herr, wir bitten dich für unsere Gesellschaft: Lasse sie sich in Zusammenhalt üben und gemeinsam eine Lösung für ihre aktuellen Konflikte und Probleme finden.

Wir bitten dich: Herr, erhöre uns!

6. Herr, wir bitten dich für alle Menschen weltweit: Lasse sie untereinander Frieden finden und die Kriege dieser Welt bekämpfen.

Wir bitten dich: Herr, erhöre uns!

 

Vater unser

Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich

und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

SVM7

Segen und Verabschiedung

Irischer Reisesegen

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen von links und rechts.

Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren, vor der Heimtücke des Bösen.

Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst.

Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.

Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.

Amen.

Verabschiedung:

Der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, in diesem Sinne wünschen wir Ihnen und euch allen schöne und erholsame Ferien und ein gesundes Wiedersehen im neuen Schuljahr. Am Ausgang finden sich Körbchen mit Papiersteinen. Jeder, der möchte, darf sich Steine zum Bau seines Fundaments für die Ferien und das kommende Schuljahr mitnehmen, in das wir im September durch eine gemeinsame Straße zusammengeführt werden.

LVM8

Wir bedanken uns herzlich bei allen Rechteinhabern für die Genehmigungen, ihr Material in diesen Entwurf mit aufzunehmen. Trotz aller Bemühungen ist es uns bei den Recherchen nicht in allen Fällen gelungen, die Urheber ausfindig zu machen.  Sollten Fremdrechte bestehen, bitten wir die Rechteinhaber, uns zu benachrichtigen.

 

Das Konzept als PDF

 


Lehrplanbezug

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Materialindex

M1 | Ablauf

M2 | Textblatt
         Begrüßung

M3 | Textblatt
       
Anspiel

M4 | Textblatt
          Gebet

M5 | Textblatt
         Lesung

M6 | Textblatt
         Auslegung

M7 | Textblatt
         Fürbitten und Vater unser

M8 | Textblatt
         Segen und Verabschiedung 

  

Schlüsselbegriffe

 

  • Belastungen
  • Fundament
  • Gottesdienst 
  • Schuljahresende
  • Schuljahresanfang 
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