Diakonisches Lernen trotz(t) Corona

Das Netzwerk Diakonisches Lernen ruft Lehrkräfte und Schüler*innen dazu auf, sich an Briefaktionen für Bewohner*innen von Seniorenheimen zu beteiligen.

 

Liebe Lehrkräfte im Netzwerk Diakonisches Lernen,
Liebe Unterstützer des Diakonischen Lernens,

Begegnungen von Schülern und Schülerinnen mit Bewohnern in Senioren- und Pflegeeinrichtungen sind aufgrund der Quarantänebestimmungen derzeit nicht möglich. Ältere Menschen leiden unter dieser Situation, nehmen aber umso bewusster wahr, ob die „Welt draußen“ an Zeichen der Nächstenliebe und Solidarität festhält, oder alte Menschen nur als „Risikogruppe“ ansieht.

Was kann dies für das Netzwerk Diakonisches Lernen bedeuten? In Abwandlung eines der Werke der Barmherzigkeit kann es heißen: „Ich bin krank gewesen, und ihr habt mir geschrieben!“ (Mt 25,36). Schüler verschiedener Schulen haben bereits mit Briefaktionen an Bewohner von Seniorenheimen begonnen oder werden nach den Osterferien starten. Ich möchte Sie anregen, sich mit weiteren Schulklassen daran zu beteiligen.

Es gibt hierfür zwei Modelle, die beide dasselbe Ziel verfolgen, in ihrer Vorgehensweise jedoch unterschiedlich sind:

Modell Celtis-Gymnasium Schweinfurt:
Schulpfarrerin Angela Weigel fordert ihre Schüler und Schülerinnen dazu auf, Briefe an Bewohner des Wilhelm-Löhe-Hauses zu schreiben. Die Schüler kennen die konkreten Adressaten nicht. Sie schreiben, als würden Sie ihrem Opa, ihrer Oma schreiben. Die Briefe der Schüler kommen gescannt bei Angela Weigel an, sie druckt sie aus und gibt sie im Seniorenheim ab. Bereits 50 Briefe wurden verfasst und weitergegeben. Zur Info der Lehrkraft an die Schüler.

Modell Maria-Ward-Gymnasium Günzburg:
Ich kooperiere mit der Einrichtungsleitung und dem Fachdienst des Rummelsberger Stifts in Leipheim. Der Fachdienst klärt zuvor, wer Post von Schülern haben möchte. Die Schülerinnen erhalten Namen und Adresse und einige biografische Anhaltspunkte zu den Senioren. Die Schülerinnen aus meiner 8. Klasse im Evangelischen Religionsunterricht  können ihre Briefe selber versenden oder sie mir schicken. Im digitalen Unterricht gebe ich Anregungen und wir tauschen uns über die Erfahrungen und die Antworten der Senioren und Seniorinnen aus.

DANKE, wenn Sie die Anregung auf die eine oder andere Weise aufgreifen.
Im Namen des Beirats und der Netzwerkgruppe
Dr. Martin Dorner, Pfarrer 20/04/20

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