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Neues aus dem Referat Grundschule
Juli 2022
 
von Sabine Keppner - RPZ Heilsbronn am 26. Juli 2022
 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
"Bist du es dir wert, Dir selbst etwas Gutes zu tun?" Das war im Kurs "Achtsamkeit in der Schule" ein Satz, der viele von den Kursteilnehmer*innen zum Nachdenken brachte. Ein paar Tage später, in einem philosophischen Gespräch zum Thema Hilfsbereitschaft, sind wir darauf gekommen, dass vom biblischen Satz "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst" in unserer Kindheit und Jugend offensichtlich hauptsächlich der erste Teil vermittelt wurde. "Liebe deinen Nächsten!" Das ist ehrenwert. Ja, für die Nächsten sollte man sorgen. Der zweite Satzteil "…wie dich selbst" fiel hinten herunter. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb es schwerfällt, gut für sich selbst zu sorgen. Immer wieder erlebe ich bei Freund*innen und Kolleg*innen, dass sie bis zur Selbstaufgabe für andere da sind. Kinder, Enkel, pflegebedürftige Angehörige, ehrenamtliches Engagement und mindestens 100 Prozent im Beruf, das muss doch zu schaffen sein. Erst wenn sie selbst zusammenbrechen, gestehen sie sich ein, dass sie an den Rand ihrer Belastungsfähigkeit gekommen sind. Nein zu sagen, weil ich Zeit für mich brauche, hat immer noch den schalen Geschmack egoistisch zu sein. Was für eine fatale Stimme uns da in den Kopf gepflanzt wurde! Gerade unter den kirchlichen Hauptamtlichen, Lehrkräften und Schulleitungen gibt es genügend Helferinnen und Kümmerer. Und so arbeiten wir "zum Wohl der Kinder, der Gemeinde, der Schule" - und haben ein schlechtes Gewissen, wenn wir uns eine Auszeit nehmen. Eine Erkenntnis aus dem Achtsamkeitskurs, die wir mit nach Hause nahmen, war: "Nur wenn du selbst mit dir achtsam umgehst, kannst du auch achtsam mit den Kindern umgehen. Nur wenn du selbst Ruhe und Gelassenheit ausstrahlst, dann können die Kinder zu Ruhe und Konzentration kommen." Um zu Ruhe und Gelassenheit zu kommen, muss ich zuallererst dafür sorgen, dass es MIR gut geht. Ich muss es mir wert sein, mir selbst etwas Gutes zu tun. Ich wünsche euch und Ihnen allen in den nächsten Wochen ganz viel Zeit, sich Gutes zu tun – und im neuen Schuljahr zu der ein oder anderen Anforderung NEIN zu sagen, um auch im Alltag Luft für sich selbst zu haben.

Bleiben Sie behütet!
Ihre Sabine Keppner
 


RPZ
Inklusiv
Religionsunterricht an Förderschulen und in Inklusionsklassen stellt kirchliche Religionslehrkräfte häufig vor große Herausforderungen. Die vorliegende Veröffentlichung begleitet Religionslehrkräfte beim Einstieg und in ihrer Arbeit im Religionsunterricht an Förderschulen und in Inklusionsklassen. Neben sonderpädagogischen Grundlagen, einer Übersicht zu den einzelnen Förderschwerpunkten und methodisch-didaktischen Hinweisen werden auch theologische Perspektiven entfaltet, die für einen reflektierten sonderpädagogisch ausgerichteten Religionsunterricht bedeutsam sind.
Das neu erschienene Praxisbuch meiner Kollegen Dr. Patrick Grasser und Ulrich Jung stellt den Unterrichtenden sonderpädagogische und religionspädagogische Informationen zur Verfügung die helfen, den Herausforderungen in Inklusionsklassen und an Förderschulen gerecht zu werden.
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RPZ
Fortbildungen
Noch einmal der Hinweis auf das Fortbildungsprogramm des Grundschulreferats. Nun stehen auch die Fortbildungen für das zweite Schulhalbjahr 2022/23 online.

12.-14.10.2022
"Wer ist eigentlich Gott für dich?"
Theologisieren mit Kindern und Jugendlichen

24.-26.10.2022
Von Angst und Vertrauen
Lieder - Geschichten - Gestaltungsideen

28.11.-02.12.2022
"Woher, wohin, wozu? – Menschen brauchen Narrationen"
Das Alte Testament neu entdecken

11.-13.11.2022
Schulleiter-Tagung: "Achtsamkeit im Schulalltag"

Auch die anderen Referate bieten Fortbildungen an, die für Sie interessant sein könnten. Stöbern Sie doch mal auf unserer Homepage.

Im Herbst beginnt zudem eine neue Reihe von Relilab. Bayern:
Das relilab ist eine Fortbildung, eine Laborumgebung und ein Netzwerk. Es wird als Regionalgruppe in Bayern durchgeführt vom Religionspädagogischen Zentrum in Heilsbronn und der Abteilung für Schule und Hochschule der Diözese Würzburg. Ziel dieser Fortbildung ist es, die eigenen Kompetenzen für einen Religionsunterricht unter den Bedingungen der Digitalität aufzubauen und zu erweitern.


RPZ GRUNDSCHULE
Materialien
Mein Kollege Ulrich Jung hat im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg Klagepsalmen für den Religionsunterricht bearbeitet. Er sieht darin eine gute Möglichkeit der Sprachlosigkeit zu begegnen, wenn Kinder Krieg, aber auch anderer Gewalt begegnen.

Kinderlehrhaus e.V. hat eine Arbeitshilfe veröffentlicht, die Holocaust Education durch alle Schularten hindurch aufgreift: "Das geht auch mich an – Ein fächer- und jahrgangsübergreifendes Curriculum der Holocaust Education mit Unterrichtsmaterialien für Grundschule, Sek I und Sek II".
"Die Orientierungshilfe bietet nicht nur, wie ihr Titel nahelegt, erste Leitlinien zum Thema Holocaust Education, sondern füllt eine große Lücke. Denn die Publikation liefert eine dringend notwendige Strukturierung und Differenzierung der verschiedenen ethischen, pädagogischen, fachspezifischen und didaktischen Dimensionen von Holocaust Education für alle Schulfächer und -stufen."

Für Sie auf der Didakta entdeckt:
- Materialien von Sternsinger, z. B. zu den Themen: "Was ist gerecht?", "Fairer Handel", "Kinderrechte"
- "Gemeinsam für Afrika" mit vielen digitalen Materialien, interaktiven, Karten, Spielen, etc.
- LEA-Erzählfiguren: Die Möglichkeit biblische Erzählfiguren in Workshops anzufertigen, sowie Zubehör zu bestellen.


RPZ GRUNDSCHULE
Schulgottesdienste
Eine Ideensammlung für Schulanfangsgottesdienste finden Sie hier.

"Eliport – Lesen in Gottes Welt" hat auch für das kommende Schuljahr das Angebot einer Lese-Schultüte: "Pudel, Pauken und ein Plan". Es gibt auch dazu einen Vorschlag für einen Schulanfangsgottesdienst.


RPZ GRUNDSCHULE
Anfangsstunden
Gerade für Lehrkräfte, die neu mit dem Religionsunterricht beginnen, ist manchmal die Frage: "Wie schaffe ich einen guten Start mit der Religionsklasse?" Diese ist oftmals aus verschiedenen Klassen oder sogar Jahrgängen zusammengesetzt. Damit der Beginn gelingt, finden Sie hier eine Ideensammlung für die ersten Stunden mit der Religruppe, sowie eine Zusammenstellung von Schul-, Gebets- und Liederbüchern, die Sie in der Grundschule verwenden dürfen und weitere Tipps für Sie als Religionslehrkraft. Wenn Sie selbst Anfangsstunden beitragen möchten, mit denen Sie gute Erfahrungen gemacht haben, dann schicken Sie mir diese bitte zu.
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RPZ GRUNDSCHULE
Lernwerkstatt Theologisieren
Momentan formiert sich ein Arbeitskreis mit Kolleg*innen, die Freude (und Erfahrung) am Philosophieren und Theologisieren mit Kindern haben. Gemeinsam wollen wir Materialien entwickeln und veröffentlichen. Sollten Sie Interesse haben mitzuwirken, dann schreiben Sie mir eine E-Mail. Ganz zarte erste Anfänge stehen schon auf der Homepage:
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RPZ
Was Sie sonst noch interessieren könnte
Ja, Jesus war Jude. Was bedeutet dies für die Texte des Neuen Testaments? Kann man Jesus und das Neue Testament ohne den jüdischen Hintergrund überhaupt verstehen? Und kann man das Judentum ohne Jesus verstehen? Im Oktober 2021 ist die deutschsprachige Ausgabe des "Neuen Testaments – jüdisch erklärt" erschienen. Amy-Jill Levine, jüdische Theologin und eine der Wissenschaftler*innen, die an diesem Werk mitgearbeitet haben, war auf ihrer Tour durch Bayern Gast in Nürnberg. Ihren Vortrag "Understanding Jesus Means Understanding Judaism" haben wir für Sie aufgezeichnet.
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Der Newsletter Grundschule wird herausgegeben von Sabine Keppner, Referat Grundschule, Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn.
E-Mail: sabine.keppner@rpz-heilsbronn.de, Web: grundschule.rpz-heilsbronn.de

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