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Neues aus dem Referat Grundschule
Dezember 2020
 
von Sabine Keppner - RPZ Heilsbronn am 18. Dezember 2020
 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
was für ein Jahr geht nun zu Ende! Es war für uns alle in dienstlicher wie privater Hinsicht herausfordernd, manchmal bis an den Anschlag unserer Kräfte. Und noch ist kein Ende abzusehen, ja es wird in den nächsten Tagen und Wochen noch einmal schwieriger.
Zunächst einmal möchte ich Euch und Ihnen allen ganz herzlich danken für all den Einsatz um und für den Religionsunterricht, der in seinen gewohnten Strukturen immer wieder unter die Räder kam und nicht so gehalten werden konnte, wie wir das gerne gehabt hätten.
Auch die Advents- und Weihnachtszeit konnten und können wir nicht so feiern und begehen wie sonst. Besonders für unsere Kinder ist das eine Herausforderung in der wir sie unterstützen und halten müssen.
Die Weihnachtsbotschaft hat da für mich heuer eine ganz besondere Bedeutung:
„Fürchtet euch nicht!“ wird Maria und den Hirten zugerufen und diesen Zuspruch brauchen auch wir momentan: Habt keine Angst, ihr könnt nicht tiefer fallen, als in Gottes Hand.
Mir hat dieser Zuspruch in diesem Jahr geholfen: Mich in meiner Angst und Unsicherheit fallen lassen dürfen und zu spüren dass ich aufgefangen, gehalten werde. Da ist viel Selbstaufgabe und Vertrauen nötig, aber es tut gut. Ich muss nicht alles alleine machen und lösen – ich darf abgeben. Das Kunstwerk von Stephan Guber im Meditationsgarten des RPZ lädt ein darüber nachzudenken und im Begehen zu spüren, was „Binden und Lösen – Einatmen und Ausatmen - Anspannung und Abgeben“ für mich bedeutet.
Der zweite weihnachtliche Bibelvers, der mir im Zusammenhang mit der momentanen Krise Halt und Trost gibt, lautet: „Das Volk, das im Finstern wandelt sieht ein großes Licht und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ (Jes.9,1)
Zum Glück ist es nicht ganz dunkel in unserem Land, aber mehr als neblig. Wir tasten uns Schritt für Schritt vor, mal lichtet sich der Nebel ein wenig, mal fällt er wieder ganz weit herunter und lässt nur die Hand vor Augen sehen. Über Monate hinweg geht das nun schon so und wir wissen nicht, wann sich das wirklich gravierend ändert. Eine für uns ganz neue, verunsichernde Situation. Sind wir doch eine Generation, die noch nie in ihrem Leben mit so einer kollektiven Krise kämpfen musste. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir uns in Sicherheit gewogen, dass es so bleiben wird. Aber es gab in der Menschheitsgeschichte noch kaum eine Generation, die ohne existentielle Krise(n) durchkam. Der Blick in die Geschichte zeigt jedoch auch: Krisen kommen – und gehen wieder. Und so kann ich geschichtliche Erfahrung und den Zuspruch des Jesaja zu einer Hoffnung für das kommende Jahr verbinden: Das Licht Gottes ist da, an Weihnachten (und Ostern) werden wir Jahr um Jahr daran erinnert. So neblig und finster es auch manchmal in unserem Leben sein mag: Das Licht wird wieder scheinen, es ist da, immer. „Immanuel: Gott mit uns“ kommt in unsere Welt, kommt uns im Kind in der Krippe ganz nahe. Das feiern wir in diesen Tagen und ich wünsche uns allen, dass dieses Weihnachtsfest uns Hoffnung gibt, dass das Licht wieder scheinen und die Sonne wieder aufgehen wird im kommenden Jahr.

Bleiben Sie gesund und behütet!
Ihre Sabine Keppner
 


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Der Newsletter Grundschule wird herausgegeben von Sabine Keppner, Referat Grundschule, Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn.
E-Mail: sabine.keppner@rpz-heilsbronn.de, Web: grundschule.rpz-heilsbronn.de


Bildnachweis: 1) Wolfgang Noack, 2+3) Pixabay