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Neues aus dem Referat Förderschule
Mai 2022
 
von Ulrich Jung - RPZ Heilsbronn am 30. Mai 2022
 
 
Liebe Kolleg*innen
 
Langsam kehrt, zumindest was die Folgen der Corona Pandemie betrifft, wieder Normalität ein. Das Foto macht aber auch deutlich, dass die Infektionsrisiken nach wie vor hoch sind. Ich wünsche Ihnen daher auch für die kommende Zeit viel Gesundheit.
In diesem Newsletter habe ich wieder aktuelle Informationen zusammengestellt. Unter anderem Bilderbücher, die das Thema Armut aufgreifen. In unseren schulischen Kontexten sind leider sehr viele Kinder und Jugendliche von Armut betroffen und es ist eine Gratwanderung, einerseits die Ungerechtigkeit nicht zu verschweigen und trotzdem betroffene Schüler*innen nicht zu beschämen, sondern ihnen unterstützend zur Seite zu stehen. Die vorgeschlagenen Bilderbücher können dafür, nicht nur in der Grundschule, gut als Gesprächsanlass eingesetzt werden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, eine ruhige Ferienzeit und Gottes Segen.

Herzliche Grüße
Ulrich Jung
 


RPZ
Gesprächsangebot
Vor Pfingsten gibt es noch ein Gesprächsangebot für alle Schularten zum Ukrainekrieg. Es beinhaltet ein Impulsreferat mit anschließendem Austausch.

01.06.: Friedensstifter: Ein Projekt für Jugendliche in Schulen und Gemeinden

Nähere Informationen finden Sie hier:
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FORTBILDUNG
"Hilf mir, selbst zu glauben"
Das Institut für Lehrerfortbildung Gars bietet vom 20.06.2022 bis 24.06.2022 für Religionslehrkräfte an Förderschulen den Lehrgang 102-722 "Hilf mir, selbst zu glauben" an. In diesem Lehrgang werden Montessori-Pädagogik und Religionspädagogik konstruktiv miteinander verknüpft.
Es stehen noch ausreichend Plätze zur Verfügung.
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KLAGEPSALMEN
Der Sprachlosigkeit begegnen
Schüler*innen aus schwierigen Lebensverhältnissen oder mit Traumatisierungserfahrungen brauchen Möglichkeiten, mit ihren Erfahrungen zu Wort zu kommen. Barbara Strumann hat in ihrer Dissertation ein Unterrichtsprojekt vorgestellt, in dem sie mit Jugendlichen aus dem sonderpädagogischen Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung mit Klagepsalmen gearbeitet hat. Das Buch enthält viele wertvolle Gedanken und didaktische Ansätze für die Unterrichtspraxis. Auf unserer Homepage habe ich die umfangreiche Arbeit zusammengefasst.
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BILDERBÜCHER UND KINDERARMUT 1
"Adrian hat gar kein Pferd"
Marcy Campbell/Corinna Luyken (2019): Adrian hat gar kein Pferd, München.

Ein Bilderbuch, das Kinderarmut zum Thema macht und aus der Perspektive einer Mitschülerin, Zoe, einen Jungen in den Blick nimmt, der immer damit angibt, ein Pferd zu besitzen – das schönste Pferd der Welt. Erst ärgert sich Zoe über die offensichtliche Lüge, bis sie Verständnis für den Jungen entwickelt und sich sogar von seiner Fantasie anstecken lässt. In leisen, aber auch sachlichen Tönen eröffnet das Buch viele Zugänge zu den Themen soziale Ungleichheit, Kinderarmut und Scham. Das Buch weckt Verständnis für manchmal schwieriges Verhalten von Kindern in problematischen Lebenssituationen, ohne belehrend zu sein. Empfehlenswert.
Didaktisches Material und Kurzbeschreibung des Inhalts:
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BILDERBÜCHER UND KINDERARMUT 2
"Ich gehör dazu!"
Tom Percival (2021): Ich gehör dazu!, München.

Ein weiteres Bilderbuch, das Kinderarmut und seine Folgen in den Blick nimmt. Es weckt einerseits Betroffenheit, zeigt aber auch, wie gemeinsames Engagement und Herzlichkeit stärker sind als soziale Ausgrenzung. Es rückt zudem das Thema des Übersehen-werdens und die Frage nach dem Selbstwert in den Fokus. Ein einfühlsames, intensives und sehr schönes Bilderbuch, das auch mit älteren Schüler*innen in die angesprochenen Themen einführen kann.
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BILDERBÜCHER UND FAMILIENPROBLEME
"Klein"
Stina Wirsén (2016): klein, Leipzig.

Das Bilderbuch erzählt von Phantasiewesen, die wie Menschen leben. Eines der Wesen (klein) lebt in einer sehr belasteten Familie, es kommt zur Trennung und die Situation von "klein" wird dabei sehr treffend beschrieben. Weder beschönigend noch über-emotional wird in kleinen Szenen deutlich, was das Kind belastet und was es braucht. Gerade die verfremdende Art der Gestaltung ermöglicht den Einsatz in der Schule und Anknüpfungen der Kinder an die angesprochenen Themen.
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THEORETISCHER HINTERGRUND
"Kinderarmut und Religionsunterricht"
Vera Upperkamp befasst sich in ihrer Dissertation "Kinderarmut und Religionsunterricht" intensiv und umfassend mit Möglichkeiten eines armutssensiblen Religionsunterrichts. Empfehlenswert, wenn man sich auch wissenschaftlich in das Thema einlesen möchte.
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Der Newsletter Förderschulen wird herausgegeben von Ulrich Jung, Referat Förderschulen, Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn.
E-Mail: ulrich.jung@rpz-heilsbronn.de, Web: foerderschule.rpz-heilsbronn.de


Bildnachweis: 1,3,4,5) Ulrich Jung, 2) Pixabay