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Neues aus dem Referat Förderschule
Februar 2020
 
von Ulrich Jung - RPZ Heilsbronn am 6. Februar 2020
 
 
Liebe Kolleg*innen
 
Zu Beginn des Jahres haben sich einige Informationen angesammelt, die ich gerne weitergeben möchte.

Als erstes ein paar Worte zu dem Bild: "Ach du schon wieder!" – "Schaut euch den an!" – "Ich habe wieder versagt." Solche und ähnliche Sätze fallen nicht selten in der Schule. Dabei spielt das Thema "Scham" eine große Rolle. Andere, auch Lehrkräfte, beschämen einen Schüler oder eine Schülerin. Kinder schämen sich, weil sie mit dem Unterrichtsstoff nicht richtig mitkommen oder weil sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht mithalten können. Auch Behinderungen führen nicht selten zu einem Schamgefühl bei den Betroffenen. Vielleicht ist das Thema sogar bei uns in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besonders virulent. Auch in der Bibel wird das Thema immer wieder bedeutsam, wenn z. B. Kains Opfer nicht angenommen wird und er sich dafür schämt und verschämt zu Boden blickt.

Wenn Sie nun angeregt sind, mehr über Scham und Befreiung nachzudenken und sich mit anderen darüber auszutauschen, dann kommen Sie doch zu unserem Lehrer*innentag "Sünde - Scham - Befreiung" am 20. Mai 2020.
 


Klaas Huizing: Schluss mit Sünde
Passend zu den Inhalten des Lehrer*innentags in Heilsbronn, bei dem Herr Huizing als Referent anwesend sein wird, möchte ich auf das kleine Buch von ihm hinweisen (Klaas Huizing: "Schluss mit Sünde! ­Warum wir eine neue Reformation brauchen", Kreuz Verlag 2017). Gerade im Religionsunterricht werden klassische theologische Konstrukte von den Jugendlichen hinterfragt und wir als Unterrichtende sind zu einer angemessenen Antwort herausgefordert. Huizing regt an, gerade das Thema "Sünde" neu zu überdenken. Anregend und lesenswert.
Eine kurze Zusammenfassung seiner Gedanken finden Sie in Kirche-online.
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Interreligiöse Kalender
Im letzten Newsletter von RPI virtuell (empfehlenswert zu abonnieren) wurde auf verschiedene interreligiöse Kalender verwiesen, die in multikulturellen Klassen immer mehr Bedeutung erlangen. Neben einfachen Kalendern finden sich dort auch Online-Kalender mit ausführlichen Erklärungen zu den Festen und Feiertagen der verschiedenen Religionen.
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Literaturhinweis
Traumatisierte Kinder in der Schule
Kohler-Spiegel, Helga (2017): Traumatisierte Kinder in der Schule. Verstehen, auffangen, stabilisieren – Ostfildern, Patmos Verlag

Auf knapp 100 Seiten wird verständlich und kompetent beschrieben, was bei einer Traumatisierung passiert und welche neurologischen und sozialen Prozesse dahinter stehen. Sehr praxisbezogen zeigt die Autorin Möglichkeiten auf, wie im Schulalltag darauf eingegangen werden kann und wie man Schwierigkeiten vorgebeugt. Sie stellt deutlich heraus, dass die Schule keine Therapie leisten kann, aber wie angemessenes pädagogisches Verhalten als stabilisierend und unterstützend von betroffenen Menschen erlebt wird.
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Pisa-Studie 2018
Es bleibt viel zu tun
Die Pisa-Studie zeigt erneut, dass in Deutschland sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche auch im Bildungssystem benachteiligt werden. Die Chancengleichheit gilt es zu fördern.
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Literaturhinweis
Alle behindert?!
Das Bilderbuch "Alle behindert! 25 spannende und bekannte Beeinträchtigungen in Wort und Bild" von Horst Klein und Monika Osberghaus (2019) stellt auf witzige und doch sehr tiefgründige Weise die Frage, was als Behinderung zu bezeichnen ist und was wir als "normal" ansehen. Es ist in Auszügen gut in der Schule einsetzbar und regt zu vielfältigen Gesprächen zum Thema "Behinderung", "Wer bin ich" oder dem Umgang mit eigenen Grenzen an.
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Noch ein Literaturhinweis
Praktische Unterrichtsbausteine für die Förderschulen
Die Arbeitshilfe "Religionsunterricht erfahrungsorientiert gestalten. Praktische Unterrichtsbausteine für die Förderschule" von Christiane Rustemeier (Persen Verlag 2015) enthält viele Ideen und konkrete Unterrichtsvorschläge. Die theologischen Reflexionen fallen etwas knapp aus, dafür sind die Schüler*innen sehr gut im Blick.
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Was alles möglich ist
Was trauen wir einem blinden Menschen mit Autismus zu? Der Videoclip ist beeindruckend und sehenswert, auch wenn er einen Menschen mit einer ausgezeichneten Inselbegabung zeigt und nicht verallgemeinert werden kann.
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Neu im EMZ-Shop
"Was passiert im Gottesdienst?"
Gemeinsames Beten und Feiern an bestimmten Tagen und Festen ist Menschen wichtig und gibt ihnen Halt. Doch was passiert eigentlich im Gottesdienst? Die Produktion beleuchtet, wie Juden, Christen und Muslime Gottesdienst feiern. Sie zeigt verbindende und trennende Elemente auf und fördert so die trialogische Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen.
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Der Newsletter Förderschulen wird herausgegeben von Ulrich Jung, Referat Förderschulen, Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn.
E-Mail: jung.rpz-heilsbronn@elkb.de, Web: foerderschule.rpz-heilsbronn.de