Mitarbeit von Ehrenamtlichen

Konfi-Teamer

Ehrenamtliche Mitarbeitende ("Konfi-Teamer") stellen eine besondere Chance für die Konfirmandenarbeit dar: Den Konfis signalisieren sie allein dadurch Zuwendung, dass sie sich freiwillig Zeit für sie nehmen. Vor allem jugendliche Teamer sind Vorbilder für die Konfis. Gleichzeitig bietet das freiwillige Engagement über die Konfi-Zeit hinaus die Möglichkeit, relevante Inhalte zu vertiefen und sich nachhaltiger damit zu beschäftigen.

Nach der 2. bundesweiten Studie zur Konfirmandenarbeit (2012-2013) ist etwa ein Viertel der Konfi-Teamer jünger als 16 Jahre. Fast 40 % sind zwischen 16 und 18 Jahre alt. Ein knappes Viertel der Ehrenamtlichen ist älter als 21 Jahre.
In Bayern beträgt das Durchschnittsalter der ehrenamtlichen Teamer 22 Jahre. Ein sehr großer Teil von ihnen hat bereits eine mehr oder weniger lange Erfahrung in der Begleitung eines Konfi-Kurses.

Jugendliche Konfi-Teamer sollten als Jugendgruppe wahrgenommen werden und eine entsprechende Begleitung erfahren, um in ihrem Ehrenamt relevante Kompetenzen ausbilden und festigen zu können. Für jugendliche wie für erwachsene Konfi-Teamer ist die ständige Begleitung und Fortbildung ein Beitrag zu deren lebensbegleitenden Konfirmationsarbeit.

Einfachere Formen der Mitarbeit

Konfi-Paten

Pfarrerin Dr. Griet Petersen (Nürnberg - Dietr.-Bonhoeffer-Kirche) hat sehr gute Erfahrungen mit so genannten "Gemeinde-Paten" gemacht:

"Zu Beginn der Konfizeit bekam jeder unserer Konfis im Einführungsgottesdienst einen 'Gemeindepaten' zugelost. Dessen Aufgabe besteht darin, den Konfi freundlich wahrzunehmen, für ihn/sie zu beten und etwa im Gottesdienst zu Beginn ein wenig Unterstützung zu geben, damit sich die Konfis im Gesangbuch zurecht finden. Was sich weiter ergibt, kann verschieden aussehen und tat es auch: Geburtstagsgrüße, Krankenbesuch, gemeinsame Unternehmungen wie Eis-Essen oder Kino-Besuch...

Bei den Konfi-Werkstattgottesdiensten werden die Paten eingeladen und gestalten mit. Beim Gemeindefest helfen die Konfis möglichst da mit, wo auch ihre PatInnen eingesetzt sind. Im Advents-Konfi-Gottesdienst bekamen die PatInnen kleine im KU gebastelte Geschenke überreicht, die sie sehr erfreuten (und für die sich die meisten an Weihnachten revanchierten).

Die Idee kam von der Erfahrung her, dass viele unserer Konfis - nicht nur, aber gerade auch im Gottesdienst - ohne jede familiäre Unterstützung bleiben, sie außerdem als Gruppe im Gottesdienst oft als 'Gegenüber' und nicht als Teil der Gemeinde wahrgenommen werden oder auch sich selbst wahrnehmen. Durch das 'Patenamt' hat sich das deutlich verändert. Auch die Nachfrage der Patin, warum denn ihr Patenkind schon so lange nicht im Gottesdienst zu sehen war, bewirkte deutlich mehr als die Ermahnung der Pfarrerin zum Gottesdienstbesuch.

Unsere Gruppen sind relativ klein (letztes Jahr starteten wir mit 13 Konfis, am Schluss waren es noch 10). Sicher ist das Ganze nur dann praktikabel.
Übrigens war meine größte Freude/Überraschung, dass alle angefragten 'Gemeindepaten' sofort zugesagt haben. Es sind zum Großteil Männer und Frauen aus dem KV und aus unserem Besuchsdienst, zum Teil (auf die Konfis bezogen) im Eltern-, zum größeren Teil aber auch im Großeltern-Alter und dann mit ganz viel Freude dabei."

Materialien zur Teamer-Begleitung der Nordkirche

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